Schwellen & Wegbegleitung


Es gibt Lebensphasen, in denen sich etwas nicht mehr stimmig anfühlt. Das Alte trägt nicht mehr, das Neue ist noch nicht greifbar. Wir befinden uns an einer Schwelle – in einem Zwischenraum, der Unsicherheit bringt und zugleich zur Klärung einlädt. Übergänge werden oft als Krisen erlebt, als Zeiten des Wandels oder der Neuorientierung. Sie können verunsichern, erschöpfen oder Fragen aufwerfen, für die es noch keine Antworten gibt. Und doch liegt in ihnen eine besondere Möglichkeit: dem eigenen Leben bewusster zu begegnen und wahrzunehmen, was jetzt wesentlich ist. In diesen Zwischenräumen begleite ich Menschen. Wegbegleitung bedeutet für mich, gemeinsam innezuhalten und hinzuschauen – ruhig, offen und ohne etwas beschleunigen zu wollen. Es geht nicht darum, Lösungen vorzugeben, sondern einen tragfähigen Boden zu schaffen, auf dem Klarheit langsam wachsen darf. Schwellen sind keine Brüche, sondern Übergänge. Zwischen Abschied und Neubeginn, zwischen Festhalten und Loslassen, zwischen einem alten Selbstverständnis und einer neuen Ausrichtung. In der Begleitung entsteht ein geschützter Raum, in dem Zweifel, Stille, Traurigkeit und Zuversicht gleichermaßen ihren Platz haben dürfen. Was sich in solchen Phasen zeigt, folgt keinem festen Plan. Jeder Mensch bringt seinen eigenen Rhythmus, seine Geschichte und seine innere Erfahrung mit. Manchmal braucht es lediglich jemanden, der ein Stück des Weges mitgeht, zuhört und Vertrauen in den Prozess bewahrt. Wenn du spürst, dass du an einem Wendepunkt stehst und diese Schwelle nicht allein überschreiten möchtest, begleite ich dich gerne ein Stück deines Weges.



„Eine Schwelle ist kein Ort des Stillstands, sondern der leise Raum zwischen dem, was war, und dem, was werden will.“       

(Jutta Friederike König)